Zweite Säule / Rentenkürzungen liegen nicht drin

Bern (ots) – Kurz vor dem Wechsel des Departements hat Bundesrat
Burkhalter den Bericht über die Zukunft 2. Säule in die Anhörung
geschickt. Dieser Bericht hat es in sich: Er zielt auf die Senkung
des Mindestumwandlungssatzes und somit der Renten ab und zeigt
hierfür einen möglichen Fahrplan auf.

Doch anders als im Bericht behauptet, ist die Senkung des
Mindestumwandlungssatzes von 6,8 auf 6,4 Prozent mit Zeithorizont
2015 überhaupt nicht “weitgehend akzeptiert”. Im Gegenteil. Es ist
eine Tatsache, dass die heutigen Renten aus der ersten und zweiten
Säule für die tiefen und mittleren Einkommen häufig zu knapp sind.
Leitgedanke aller Reformvorhaben der Altersvorsorge muss daher die
Erfüllung des Verfassungsauftrags sein: Die Sicherstellung der
gewohnten Lebensführung auch im Alter.

Der Bericht gibt das Mantra der Pensionskassenwelt, dass die
Lebenserwartung stets ansteigt und die Renditen immer tiefer fallen,
ziemlich ungefiltert wieder. Es wird Angstmacherei betrieben.

Doch für den SGB ist klar, dass die Änderung einer zentralen
Messgrösse für die Bestimmung der Rentenhöhe detaillierte Analysen
erfordert. Diese fehlen aber im Bericht weitgehend. Um diese Lücke zu
füllen, untersucht der SGB selbst die Finanzierung der aktuellen
Renten aus der beruflichen Vorsorge. Er wird während des
Anhörungsverfahrens die entsprechenden Grundlagen präsentieren.

Kontakt:
Doris Bianchi, geschäftsführende Sekretärin Bereich
Sozialversicherungen SGB
031 377 01 13 oder 076 564 67 67

PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS !!

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